

Im Schlussabschnitt von Runde 1
Auch das Schlussdrittel der Runde hatte weitere teils noch herbstliche, teils schon fast winterliche Landschaftsausblicke zu bieten, die wir sehr genossen.
Nach 1:45:37 h hatten wir dann Runde 1 „im Kasten“. Die nächsten gut 5 ½ Minuten gehörten der Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr im reich bestückten Zielzelt sowie der gepflegten Entsorgung auf dem „stillen Örtchen“ im benachbarten Feuerwehrhaus.

Irgendwie lief es richtig gut!

In Runde 2, etwa gleicher Abschnitt wie beim ersten Streckenbild.
Die zweite Runde verlief ähnlich wie die erste: Allen dreien von uns ging es gut, und wir genossen die wunderschöne Landschaft, das Wetter und die herbstlichen Farben.
Dabei waren wir kaum langsamer. Na gut, für die ersten 5 km benötigten wir diesmal 36:48 min (statt 33:13 min), aber für die zweiten 5 km mit 36:16 min nur ganze 20 sec mehr als zuvor in Runde 1. Und wieder trafen wir am zweiten VP die Becker-Gang, ebenso wie wir im Zielzelt nach dieser Runde wieder Doris Sagasser und Christa Nordwald aus Henstedt-Ulzburg treffen sollten.
Runde 2 dauerte übrigens (ab Ende der Verpflegungs-/Toiletten-Pause) 1:51:22 h. Alles in allem waren wir bis jetzt 3:45:19 h unterwegs.
In Runde 3 begann der Kaleu plötzlich zu schwächeln. Unser Lauftempo sank während der ersten zwei Kilometer dieser Runde von bislang knapp über 7 min/km auf nunmehr gut 8 min/km. Andererseits war gerade Christine gut drauf und zog mit Macht, so dass ich mich entscheiden musste, ob wir zusammenbleiben sollten (was von der Zeit her dann für eine vierte Runde sehr knapp werden würde) oder ob Christine und ich Günter zurücklassen und alleine weiterlaufen sollten.
Wir entschieden uns für letztere Lösung und setzten uns zügig von Günter ab, wobei wir etwa bei km 4 unvermutet zu Martina Hausmann aufschlossen. Martina hatte uns bei unserer längeren Pause zwischen Runde 1 und 2 überholt und war nun gerade ihrerseits im Buschwerk gewesen.

In Runde 3: Christine und ich haben Martina im Visier.
Was nun folgte, war eine mehr als lebhafte Unterhaltung: Martina sprudelte gerade so heraus mit ihren Erlebnissen vom 6-Tage-Bahn-Lauf im Juli, als sie in Hallsberg den legendären Yiannis Kouros am Rande einer Niederlage hatte und sich dieser nur mit wiederholten regelwidrigen Aktionen knapp, nämlich 2,4 km vor ihr über die Zeit retten konnte.
Ich kam – zur sichtlichen Überraschung von Christine – kaum noch zu Wort!
Wir passierten km 5 dieser Runde nach 39:03 min (bedingt durch eine verlängerte WC-Pause von Christine und Günters Einbruch) und erreichten wenig später wieder den VP 1. Hier verloren wir Martina kurz, da diese durchlief, während Christine und ich uns gut eine Minuten lang in Ruhe verpflegten.

In Runde 3: Streckenabschnitt, den wir am Folgetag in Gegenrichtung laufen würden.
Wir passierten km 5 dieser Runde nach 39:36 min (bedingt durch eine verlängerte WC-Pause von Christine und Günters Einbruch) und erreichten wenig später wieder den VP 1. Hier verloren wir Martina kurz, da diese durchlief, während Christine und ich uns gut eine Minuten lang in Ruhe verpflegten.
Aber bereits wenig später hatten wir die Lücke wieder zugelaufen. Wir passierten die 10-km-Marke und den zweiten VP, ließen Martina wieder etwas ziehen.

Angefrorene Pfützen
Diesmal sollte es länger dauern, bis wir sie wieder eingefangen hatten. Zunächst aber näherten wir uns – etwa bei km 43-44 – dem Henstedt-Ulzburger Damen-Duo mit Doris Sagasser und Christa Nordwald. Während Christa zu kämpfen schien, tänzelte Doris neben ihr her und wirkte dabei überhaupt nicht ausgelastet, was mich prompt veranlasste, Doris zu fragen, ob sie nicht gleich noch eine vierte Runde mit Christine und mir laufen wolle.
Eigentlich wollte sie ja nicht und hatte dafür auch gleich ein paar Ausreden parat, die wir (einschließlich Christa) alle nicht gelten lassen wollten.
Und „sicherheitshalber“ bummelten auch Christine und ich nun ein wenig mit, um nur ein paar Sekunden vor Christa und Doris im Zielzelt zu sein. Was übrigens nach 5:44:08 h (bzw. 2:01:32 h für Runde 3) der Fall war.
Und tatsächlich kam Doris nun mit in die vierte Runde. Offenbar war sie wirklich gut drauf, Christine ja sowieso, und so liefen wir die ersten 5 km gleich wieder in 35:43 min!
Zu der Zeit hatten wir auch Martina wieder eingeholt, und auch wenn Martina sich an beiden Verpflegungspunkten unterwegs jeweils wieder ein wenig absetzte und wir drei zudem noch am Bahnübergang hinter VP 2 einen Zug abwarten mussten, so hatten wir Martina rechtzeitig (= rund 2 km vor dem Ziel) wieder erreicht und liefen die restlichen Meter zu viert.

Blickfang am Streckenrand
Für mich war diese Schlussrunde zudem als Fotorunde sehr interessant, weil ich noch zahlreiche Streckendetails, die mir schon in den ersten drei Runden aufgefallen waren, nun in Ruhe fotografieren konnte und dann jeweils wieder zu den Ladies aufschloss. Zudem stand die Sonne zunehmend tief, was auch wieder ein ganz besonders reizvolles Fotolicht ergab.
Jedenfalls erreichten wir vier alle gemeinsam in 7:44:06 h das Ziel und belegten damit auch gemeinsam Rang 34 von 68.

Christines "Stereo-Verpflegung" im Ziel

Auch Martina wirkt zufrieden.
Im Dorfgemeinschaftshaus lief bereits die wie immer von Nicole Themm in ihrer unnachahmlichen Weise gestaltete Urkundenvergabe, und so setzten wir uns ungeduscht dazu und langten schon mal bei den Nudeln kräftig zu.

Man sieht's: Die Bolognese-Soße war lecker!
Zum Duschen sollte ich in Ellerdorf nicht mehr kommen, da Manfred Hopp – der übrigens 45 km in 5:58:18 h gelaufen war und damit nur 87 Sekunden hinter dem Kaleu dort eintraf – plötzlich und ganz eilig heim wollte.
So muss es sowohl in Mannes Auto als auch anschließend in Christines ein wenig streng gerochen haben, aber dafür gönnte ich mir zu Hause eine umso ausgiebigere Dusche.
Fazit: Ellerdorf war wieder einmal ein absolutes Ultramarathon-Highlight. Herzlichen Dank an Nicole und Thorsten Themm sowie an die vielen fleißigen und immer freundlichen Helfer/innen!