Nachdem Jobst von Palombini noch am Vortag per e-Mail abgesagt hatte, weil er „versehentlich“ in Springe statt 10 km Marathon gelaufen war und dafür nun am Sonntag statt Marathon an den Teichwiesen lieber 10 km in Bad Oeynhausen laufen wollte, sah es ganz danach aus, dass der Andrew Baron Lloyd-Webber Marathon am Sonntag, dem 22.03.2009 um 13 Uhr nur ganze sieben Teilnehmer haben würde. Doch dann gab es vor Ort plötzlich noch „ein paar“ spontane Nachmelder, und so starteten schließlich 14 (!) Menschen und der Hund!
Glücklicherweise reichten trotz der plötzlich verdoppelten Teilnehmerzahl die Getränkevorräte aus, so dass es keinerlei Verpflegungsengpässe gab. Auch die Schogetten, Gummibärchen und Weingummi-Colafläschen, Salzstangen und der Kuchen waren in ausreichender Übermenge vorhanden.
Ab Ende der zweiten Runde (die erste war er klönend mit dem Veranstalter gelaufen) setzte sich – diesmal pünktlich mitgestartet – Oliver „Roadrunner“ Scheer (Hamburg) an die Spitze des Feldes. Diese Position verteidigte er denn auch unangefochten bis ins Ziel und siegte so in 3.48.38 h.
Purna-Samarpan Querhammer (Hamburg), der im ersten Streckendrittel geäußert hatte, dass er „sub 4” laufen wollte, schaffte dies auch und wurde in 3.53.34 h Zweiter.
Platz 3 gehörte dann dem Sieger des letzten Mittwoch, Werner Burmeister (Glinde), dem diesmal auch seine 12 Minuten Vorsprung nicht geholfen hätten, um den „Roadrunner“ in Schach zu halten. Werners Zeit: 4.05.37 h.
War es die in der Nacht zuvor per e-Mail verschickte Urkunde des Manfred Krug Marathons oder eine davon unabhängige spontane Idee, jedenfalls war Andreas Bruns (Hamburg) einer der sieben Tagesnachmelder und im Ziel nach 4.10.10 h Tagesvierter.
Knapp eine halbe Stunde später ging es Schlag auf Schlag mit den Zielankünften:
Zunächst sicherte sich Gerhard Penzel (Hamburg), unser „Senior des Tages“, nach gleichmäßigem Lauf und 4.36.10 h Platz 5.
Nur 147 Sekunden später folgte dann das Duo Pat und Patachon – nee, halt! Das waren ja Peter Wieneke (Hamfelde) und Kurt Gormanns (Bramsche), die nach 4.38.37 h Sechste wurden.
Nach weiteren 307 Sekunden „musste“ dann Hartmut Feldmann (Hamburg) Achter werden. Eigentlich war er ja die ersten zwei Drittel der 16,3 Runden nicht von Claudia Erdmanns Seite gewichen (was ja normalerweise Rainer Pufahls „Job“ ist, aber der war ja nicht da), doch dann hatte die Öjendorfer Seriensiegerin wohl genug. Jedenfalls schickte sie Hartmut wohl weg und ließ sich zurückfallen, was für Hartmut dann am Ende eine 4.43.44 h und Platz 8 ergab.
Claudia indessen wurde noch von Schäferhündin Sina von Kocemba und ihrem Frauchen Rosemarie von Kocemba (beide Kiel / Erlangen) sowie von Jörg Koenig (Stade) überholt.
Sina und Rosi, die ihre ersten Runden zusammen mit Christine Schroeder und Christian Hottas absolviert hatten, hatten sich gegen Ende der ersten Hälfte von diesen abgesetzt. Mit einer schnelleren zweiten Hälfte sicherten sie sich in 4.44.49 h, immerhin nur 65 Sekunden hinter Hartmut (!), den Hunde- bzw. den Frauensieg.
„Ultrajörg“ indessen hatte sich Sina und Rosi von Anfang an an die Fersen geheftet, was ihm ebenfalls eine schnellere zweite Hälfte, dazu (143 Sekunden hinter Sina & Rosi) eine 4.47.12 h und Platz 10 einbrachte.
Auf Rang 11 folgte dann endlich Claudia Erdmann (Kaltenkirchen), die die Gunst der Stunde genutzt hatte, um – wiederum nur 228 Sekunden hinter Jörg, in 4.51.00 h eine weitere ihrer Hahn-/Weber-Zeiten zu laufen.
Das bewährte Ultra- und Marathonduo Christine Schroeder & Christian Hottas (beide Hamburg) hatte dank Olivers Begleitung in den ersten 1,3 Runden einen ungewöhnlich schnellen Marathonauftakt, dem noch einige weitere schnelle Runden folgten, ehe die zweite Hälfte dann mehr im Ultralaufschritt absolviert wurde. So hatten beide auch ausreichend viel Zeit, um in der 14. Runde ausgiebig die drei Rehe zu beobachten, die mitten auf den Teichwiesen im späten Tageslicht bereits ästen.
Am Ende mussten beide sogar in der Schlussrunde noch ein wenig verlangsamen, um in 5.18.05 h ebenfalls eine Hahn-/Weber-Zeit zu laufen, und zwar die 24. gemeinsame Zeit zwischen 4.40 und 5.39 h.
Nicht allzu viel später folgte dann auch schon „Altkanzler“ Heinz Helmuth Kohl (Assel), der in 5.24.57 h das Feld abschloss. Er war eindeutig glücklich darüber, nach seinem Sturz unmittelbar beim Antalya Marathon und dem nachfolgenden Laufverbot durch seinen Hausarzt wieder laufen zu dürfen und gleich wieder einen Marathon in seine Sammlung einreihen zu können. – Well done!