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Katrin Dörre – Eine Laufbahn in Ost und West – FAZ.NET vom 07.11.2009

Katrin Dörre – Eine Laufbahn in Ost und West

Von Uwe Martin

FAZ.NET vom 07.11.2009

http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~EB02DB54AEA204F0788064BCA0886F0E6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

07. November 2009 In der Deutschen Demokratischen Republik war Katrin Dörre eine Sportheldin. Wie es damals viele gab in der aufgepäppelten Leichtathletik. Sie hat Glückwunschtelegramme vom Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker bekommen, sich eine Zweizimmerwohnung erlaufen, sie bekam ihren Trabi bereits nach drei und nicht erst nach zehn Jahren Wartezeit, sie durfte ins Ausland reisen zu Trainingslagern und natürlich zu Wettkämpfen. „Ich bin immer stolz gewesen, für mein Land zu starten“, sagt die erfolgreichste deutsche Marathonläuferin.

Katrin Dörre hat sich gequält im Namen des Sozialismus, letztmals belohnt wurde sie hierfür bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul mit der Bronzemedaille. Ein Jahr später wurde ihre Tochter Katharina geboren. Am 22. August 1989. Zwei Wochen danach begannen in ihrer Heimatstadt Leipzig die Montagsdemonstrationen, doch sie hatte anderes zu tun, als auf die Straße zu gehen. Das Leben rund um das Baby musste organisiert, das Medizinstudium weitergeführt werden. „Und ich hatte viel zu viel Verantwortungsbewusstsein für mein Kind.“

Einen Mittelweg gab es im DDR-Spitzensport nicht

Katrin Dörre, seit 1992 verheiratete Dörre-Heinig, hatte sich vor 21 Jahren mit ihrem Trainer und Lebenspartner Wolfgang Heinig für die Familie und gegen den Sport entschieden. Einen Mittelweg gab es im DDR-Spitzensport nicht. „Und dann kam die Wende.“ Der Mauerfall ermöglichte den Berufseinstieg in eine neue Existenz, sie wurde Profiläuferin. Aus dem ostdeutschen Marathonstar wurde in den neunziger Jahren eine gesamtdeutsche Vorläuferin. Auch, weil „ich unbedingt den Erfolg wiederhaben wollte“.

Mit großer Disziplin und Härte gegen sich selbst.

Katrin Dörre gewann dreimal in Folge den London-Marathon (1992 bis 1994), der Hattrick gelang ihr auch in Frankfurt (1995 bis 1997), sie wurde WM-Zweite (1991), Olympiafünfte 1992 und Olympiavierte 1996. Ihre Bestzeit lief sie vor zehn Jahren in Hamburg (2:24:35 Stunden). Zwölf Monate später beendete sie ihre Karriere, nach der Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber kam sie nicht mehr in Form.

„Früher habe ich Geld für den Staat eingelaufen“

Katrin Dörre-Heinig hat viel investiert und viel gewonnen und viel verdient in den zehn Profijahren. Im Marathon liegt das Geld quasi auf der Straße, bei den bedeutenden Rennen in New York, Boston, London, Paris, Chicago und Berlin.

„Sag's ruhig“, meint ihr Ehemann: „Du bist schuldenfrei.“ Das Haus im hessischen Erbach ist abbezahlt. Und es ist nicht die einzige Immobilie im Familienbesitz. „Früher habe ich Geld für den Staat eingelaufen“, sagt sie. Nach der Wende flossen die Einnahmen aufs eigene Konto. Wie viel es in ihren besten Jahren gewesen ist, darüber schweigt sich die Siebenundvierzigjährige aus. Bekannt ist in der Szene, dass ihr damaliger Manager Helmut Ebert ein harter Verhandlungspartner gewesen ist. Und seine Klientin eine ausdauernde, aber sparsame Athletin.

„Uns ging es ja nicht schlecht, wir hatten ja alles“

Katrin Dörre-Heinig macht einen zufriedenen, glücklichen Eindruck. Dass sie im DDR-Sportsystem nicht nur eine vom sportlichen Ehrgeiz getriebene Pionierin des Frauen-Marathonlaufs gewesen ist, wird eher bei der Lektüre ihres Buches „Leidenschaft Marathon“ deutlich. Nach den Europameisterschaften 1986 in Stuttgart etwa musste sie im „Versagerzug“ statt im Flugzeug die Heimreise antreten. Weil sie bei Wettkampfkilometer 32 als Folge eines fünf Tage zuvor entfernten vereiterten Zahnes das Bewusstsein verloren hatte und aufgeben musste.

Eine Abstrafung nach Art der DDR-Diktatur. Und das Telegramm ihres Trainers und Partners “Kopf hoch - wir machen weiter!“ wurde mit 48 Stunden Verzögerung vorgelegt. Hochleistungssport im Grenzbereich, mit Druck von oben, Repressalien und Demütigungen - und dennoch: Die Motivation, immer weiter vorneweg zu laufen, dominierte. „Uns ging es ja nicht schlecht, wir hatten ja alles.“ Zumindest mehr als fast alle anderen DDR-Bürger.

„Ein Pokal, ein Gutschein oder ein Fernseher, das war's“

Welche Beträge im Straßenlaufsport bereits Mitte der achtziger Jahre über den Tisch gingen, erfuhr Wolfgang Heinig nur zufällig, als seine spätere Frau in Japan den Nagoya-Marathon gewann. 45 000 Dollar wurden damals ausgezahlt - und an den Staat weitergereicht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war es mit der Naivität bei den Heinigs vorbei. „Ich dachte ja immer: Ein Pokal, ein Gutschein oder ein Fernseher, das war's“, sagt Katrin Dörre-Heinig. Für ihren ersten London-Triumph 1992 erhielt sie dann 55.000 Dollar.

„Für mich war es damals unvorstellbar, dass Katrin für diesen Sieg und ihre Leistung so viel Geld bekam“, sagt Wolfgang Heinig. Der ehemalige Sprinter und Klubtrainer beim SC DHfK Leipzig wurde nach der Wende vom Deutschen Leichtathletik-Verband - “Für ein Ost-Gehalt“ - als Marathon-Bundestrainer eingestellt und blieb es bis zum Jahr 2004. „Die absolute Konsequenz, Leistung zu bringen so wie Katrin, hat heute in Deutschland nur noch Irina Mikitenko“, sagt er. Die gebürtige Kasachin hält den deutschen Rekord mit 2:19:19 Stunden.

Die familiäre Hypothek schwer wiegt für die Tochter

Katharina Heinig hat das Buch ihrer Mutter im Regal stehen. In ihrer eigenen Wohnung, in Frankfurt, etwa eine Autostunde entfernt von Erbach im Odenwald. „Laufen“, sagt Katrin Dörre-Heinig, sei für die Tochter zunächst „wie ein rotes Tuch“ gewesen. Katharina Heinig war seit frühen Kindertagen dabei, bei vielen Wettkampfreisen und in Trainingslagern. Und wenn mal wieder ein neues Quartier bezogen wurde, fragte sie bisweilen: „Sind wir jetzt zu Hause?“ Erst vor sechs Jahren hat sie ihren ersten Fünf-Kilometer-Lauf hinter sich gebracht, im Frühjahr wurde Katharina Heinig deutsche Juniorenmeisterin im Halbmarathon. Nach 1:19:01 Stunden. Die 20 Jahre alte Kommissaranwärterin gehört der Sportfördergruppe der hessischen Polizei an, im Trikot der LG Eintracht Frankfurt möchte sie „ihren eigenen Weg gehen, sich selbst einen Namen machen“. In den Jahren 2010 oder 2011 auch über die klassische Marathonstrecke. Was schwer genug werden dürfte, weil die familiäre Hypothek schwer wiegt. Im Westen wie im Osten.

Text: F.A.S.
Bildmaterial: Rainer Wohlfahrt

11.12.09 18:40
 
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