Beim Heinrich Böll Marathon am Mittwoch, dem 21.12.2011, um 15.30 Uhr gab es – bei anfangs +4 °C, am Ende -2 °C, Start in die Dämmerung hinein und sternenklarem Himmel – folgende Ergebnisse:
1. Ges. – 1. Frau – 1. W50 – Christine Schroeder – Hamburg – 6.19.37 h (298. M/U) und
1. Ges. – 1. M55 – Christian Hottas – Hamburg – 6.19.37 h (1796. M/U)
3. Ges. – 1. M65 – Peter Wieneke – Hamfelde – 6.38.37 h
Gastläuferin: Gabriele Mayer – Tanzania – W55 – 8 Runden = 20,8 km
Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller, * 21. 12. 1917 Köln, † 16. 7. 1985 Langenbroich-Kreuzau, Eifel; Buchhändler, 1939-1945 Soldat; studierte Germanistik und Altphilologie; seit 1951 freier Schriftsteller. Böll war Mitglied der Gruppe 47 und 1971-1974 Präsident des Internationalen PEN-Clubs. Als unbestechliche moralische Instanz und politisch engagierter Autor kämpfte Böll gegen die Einschränkungen menschlicher Freiheit durch politische und öffentliche Systeme. Das pazifistische Frühwerk steht noch unter dem Eindruck des Krieges und beschreibt die Alltagswirklichkeit der Nachkriegsjahre; die großen Themen seiner folgenden Prosawerke sind die kritische Haltung gegenüber fragwürdigen gesellschaftlichen Entwicklungen in der BR Deutschland (u. a. die antidemokratischen Tendenzen innerhalb der konservativen Presse), der rheinische Katholizismus, aber auch der satirische Blick auf die Wohlstandsgesellschaft. Erzählungen: „Der Zug war pünktlich“ 1949; „Wanderer, kommst du nach Spa ...“ 1950; „Wo warst Du, Adam?“ 1951; „Das Brot der frühen Jahre“ 1955; „Entfernung von der Truppe“ 1964; „Ende einer Dienstfahrt“ 1966; „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ 1974. Romane: „Und sagte kein einziges Wort“ 1953; „Haus ohne Hüter“ 1954; „Billard um halbzehn“ 1959; „Ansichten eines Clowns“ 1963; „Gruppenbild mit Dame“ 1971; „Fürsorgliche Belagerung“ 1979; „Frauen vor Flusslandschaft“ 1985; Satiren: „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ 1958; Drama: „Ein Schluck Erde“ 1961; viele Hör- und Fernsehspiele. „Irisches Tagebuch“ 1957. „Frankfurter Vorlesungen (zur Ästhetik des Humanen)“ 1966; „Aufsätze, Kritiken, Reden“ 1967; „Berichte zur Gesinnungslage der Nation“ 1975; Politisches Essay „Bild, Bonn, Boenisch“ 1984. 1967 erhielt Böll den Georg-Büchner-Preis, 1972 den Nobelpreis für Literatur.