Beim Katarzyna Szlachetka Marathon am Mittwoch, dem 25.01.2012, um 15.30 Uhr traten vier der fünf vorangemeldeten Läufer/innen an. Lediglich Peter Wieneke (Hamfelde) musste passen und sagte am Morgen des Lauftages telefonisch aus gesundheitlichen Gründen ab.
Mit anfangs +2 °C, zuletzt -2 °C (allerdings empfunden wie -10 °C), wolkenlosem Himmel und klarer Sicht sowie ab der 4. Runde Dunkelheit waren die Laufbedingungen ganz gut, zumindest deutlich angenehmer als vor Wochenfrist beim Arno Schmidt Marathon.
Vom Start weg blieb das Quartet mit „Geburtstagskind“ Katarzyna Szlachetka (Jelcz-Laskowice / POL / Berlin), Christine Schroeder (Hamburg), Rainer Pufahl (Müssen) und Veranstalter Christian Hottas (Hamburg) einträchtig beisammen. Zwar sah es zunächst kurzzeitig so aus, als wolle Rainer voraus laufen, doch letztlich konnte er Kasias Charme nicht widerstehen, und so lief er halt deutlich langsamer als sonst mit den anderen mit.
Die erste Runde – nach einem Auftaktstück in 6.41 min – war mit einer Zeit von 19.57 min noch ganz vielversprechend, doch dann wurden die Rundenzeiten mit nachlassendem Tageslicht und ansteigender zurückgelegter Distanz immer langsamer. Dies lag jedoch definitiv nicht daran, dass die Teilnehmer der Kälte wegen Handschuhe und Jacken nachrüsteten.
Vielmehr war das Geburtstagskind nach diversen gesundheitlichen Problemen der letzten Monate, darunter mehreren Krankenhausaufenthalten, noch nicht wieder so fit wie üblich; und schließlich sah in der Dunkelheit ja auch niemand das praktizierte Schneckentempo…
Gleichwohl war die Stimmung innerhalb des Quartetts einmalig schön: So klönten die vier in unterschiedlichen Konstellationen miteinander, gönnten sich entspannte Verpflegungspausen mit warmem Tee und hatten ganz einfach super-viel Spaß!
Krönender Höhepunkt war zweifelsfrei Kasias Telefonat in der neunten Runde mit einem Freund in Süddeutschland, bei dem sie ihr Mobile auf Lautsprecher gestellt hatte. Als sie so vor sich hinschlich und der Freund ob der Mitteilung, dass sie Marathon „laufe“, sichtlich beeindruckt konstatierte: „Und beim Laufen kannst du noch telefonieren“, wollten sich Christine und Rainer vor lauter Lachkrämpfen fast von der Strecke schmeißen.
Ein Teil dieser Szene findet sich in den Bildern des dazugehörigen Facebook-Fotoalbums wieder.
Immerhin gelang es den drei Einheimischen, das Geburtstagskind trotz ausgiebiger Verpflegungs- (und Ausruh-?)pausen eingangs jeder Runde stets nach weniger als einer halben Stunde wieder zum Zielpunkt zurück zu bringen, wobei die Runden 9 und 13 mit jeweils 29.20 min am langsamsten waren.
Dieser Lauf war zweifellos einer der langsamsten Teichwiesen-Marathons überhaupt (mit der zweitlangsamsten Siegerzeit überhaupt hier), aber gleichwohl definitiv einer der allerschönsten, kurzweiligsten und lustigsten.
Am Ende erreichten alle vier Teilnehmer gleichauf in 6.58.42 h das Ziel und teilten sich so einträchtig den Sieg mit dem Geburtstagskind.
Nach einer kurzen Sekt- und Kuchenpause musste sich Rainer dann leider auf den Heimweg machen, während sich Kasia, Christine und Christian mit Christines Mann Rolf noch im Blockhouse in Poppenbüttel zu einem leckeren Abendessen einfanden. - Die Tischreservierung hatte Christine während des Laufs telefonisch bei ihrem Mann in Auftrag gegeben...
Und damit schloss dieser unvergessliche Geburtstagsmarathon letztlich erst in den ersten Minuten des folgenden Tages…