Beim Karl Dall Marathon am Mittwoch, dem 01.02.2012, um 15.30 h – dem 600. FEM-Marathon/Ultramarathon seit Gründung dieses Labels Ende April 2005 – traten – bei anfangs -6 °C (empfunden wie -11 °C), später dann -11 °C (empfunden wie -16 °C) und wolkenlosem, sternenklarem Himmel sowie Halbmond – drei der vier Voranmelder an, während der vierte beim Start des Hauptfeldes „dank“ seines genehmigten Frühstarts bereits genau zehn Runden in den Beinen hatte.
Die Strecke war übrigens – bis auf ein ca. 5 Meter langes vereistes Stück – gut belaufbar. Ein Drittel war mit einer feinen Schneeschicht bedeckt, der Rest schneefrei.
Rasch übernahm Rainer Pufahl (Müssen) die Führung. Christine Schroeder (Hamburg) blieb noch bis zum Ende des Auftaktstückes bei Peter Wieneke (Hamfelde) und Veranstalter Christian Hottas (Hamburg) und setzte sich dann ebenfalls nach vorn ab.
Peter und Christian liefen jedoch Peters letzte 6,3 Runden locker klönend gemeinsam, wobei sich Peter für seine letzten beiden Runden doch noch seine schwere Stablampe aus dem Auto holten musste. Nach 6.37.37 h war er dann im Ziel und hatte damit eine Zeitmarke vorgegeben, die am Ende dann zu Rang 3 reichen sollte.
Gerade als Peter seine Stablampe holte, tauchten Rainer (zu seiner 2. Überrundung) und Christine (zu ihrer 1. Überrundung) auf. Während Christine rasch weiterlief, blieb Rainer rund eine halbe Runde bei Peter und Christian, ehe er zu Christine wieder aufschloss. Beide erreichten Christian dann sechs Runden später wieder, blieben dann jedoch jeweils bis zu ihrem Finish bei ihm.
Somit siegte Rainer – bei seinem 222. Marathon/Ultramarathon – in 5.38.37 h vor Christine, die in 6.03.37 h Tageszweiter und Frauensiegerin wurde.
Christian, der wegen Peters schlechtem Visus in Dämmerung und Dunkelheit viel Zeit verloren hatte, beschränkte sich darauf, seine zweite Streckenhälfte 12 Minuten „schneller“ als die erste abzubummeln, und wurde genau 50 Minuten nach Christine, d. h. in 6.53.37 h, Tagesvierter.
Bemerkenswert war bei diesem Lauf übrigens die Anzahl der Rehwild-Begegnungen, vor allem im Streckenabschnitt zwischen dem Großen Teich und dem Sportplatz.