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Baltic Run 2009 – Tag 4 – 05.08.2009 – von Ueckermünde nach Usedom Stadt (61,24 km)

Tag 4 des Baltic Run 2009 – Mittwoch, der 05.08.2009 – begann für mich wie immer, brachte einen guten Lauf und einen katastrophalen Abend…

Doch zunächst einmal der Reihe nach: Die Nachtruhe in der Turnhalle in Ueckermünde verlief ungestört, und ich wachte einigermaßen frisch auf. „Einigermaßen“ deshalb, weil schließlich die Vortagesetappe mit 72,16 km die längste der ganzen Serie war, was noch deutlich in den Beinen zu spüren war. Heute waren übrigens „nur“ 61,24 km angesagt, was bei steigenden Temperaturen und meist schattenloser Strecke schwer genug sein würde.

Das Frühstücksangebot war wie immer zu reichlich, um es auch nur ansatzweise nutzen zu können.

Alle Startvorbereitungen verliefen wie üblich. Merkwürdig war nur, dass ich dieses Mal gleich zweimal vor dem Start aufs Klo musste.

Nach dem Startsignal setzte sich der Tross zunächst träge in Bewegung, doch bereits nach wenigen hundert Metern wollten es einige Mitstreiter heute offenbar wissen und düsten los. Auch „Schneggi“ (Hans Drexler) sprintete an mir vorbei, schloss jedoch lediglich zu Angela Gargano und Michele Rizzitelli auf, mit denen er bis zum Ueckermünder Ortsausgang mithielt, ehe er sich dann ins Gebüsch verabschiedete.

Ich ließ mich von niemandem provozieren, sondern suchte und fand meinen Laufrhythmus, dem ich folgte. Wir passierten das bereits 1451 urkundlich belegte Grambin und den mehr als 750 Jahre alten Ort Mönkebude, ehe die Strecke die L31 nach links überquerte und nun parallel zu ihr im Wald verlief.

Hier störte mich ein rasch zunehmendes Rumpeln in meinem Darmtrakt, das mich zu einem spontanen ersten „Ausflug in die Botanik“ zwang.

Wieder rasch zurück auf der Strecke, musste ich nun zunächst einmal die „Keule-Gang“ überholen, ein Läufer-Quartett mit Lothar Preißler und Klaus „Keule“ Neumann.

Ich erreichte VP 1 (km 10,50) nach 1.19.18 h und verließ ihn 69 sec später in Begleitung von Frank Berka. Wir klönten ein wenig, waren uns aber noch nicht schlüssig, ob wir den nächsten Abschnitt zusammen laufen sollten.

So hatte sich Frank nach Überqueren der L31 auf die rechte (östliche) Seite bereits zurückfallen lassen worden, war dann aber seinerseits vor der Gruppe von Klaus Neumann geflüchtet und hatte zu mir wieder aufgeschlossen.

Jedenfalls erreichten wir gemeinsam VP 2 (km 17,83) in Bugewitz nach 2.19.44 h. Hier waren wie üblich Ecki Broy und Ramona Hauser für uns im Einsatz. Hier wartete aber auch AvU (Alexander von Uleniecki), der eigentlich aussteigen wollte. War es nun Ramonas Hinweis, dass sie die Autos voll beladen hätten, oder meine Sticheleien, jedenfalls setzte sich Alex wieder in Bewegung und wenig später auch nach vorne wieder ab.

Frank und ich tankten rasch auf und waren nach 75 sec, noch bevor Klaus und seine Mitläufer eintrafen, wieder unterwegs.

Der Weg verlief nun zwischen Moor- und Wasserflächen entlang, wurde immer schmaler und auch unbefestigter.

Unsere Stimmung war gut, das Tempo moderat, aber nicht bummelig. – Als wir auf Höhe des Ortes Rosenhagen eine Aussichtsplattform voller Naturfreunde mit Ferngläsern passierten, malten wir uns aus, wie sie auf den Hinweis „Habt ihr schon ganz hinten links die Herde Elefanten gesehen?“ reagieren würden. Wir verzichteten aber dann doch darauf, die Reaktion in der Praxis auszutesten.

Inzwischen hatten uns viele Läufer der schnellen, eine Stunde nach uns gestarteten Gruppe überholt, darunter auch einer, der angesichts von sichtbaren Blutanteilen im Urin plötzlich völlig von der Rolle war. Als ich ihm ungefragt die vollständige Liste seiner Symptome und deren Ursache schilderte und die Diagnose und Behandlungsstrategie gleich mitlieferte, war er sichtlich beruhigt und lief erleichtert weiter. Am Abend bedankte er sich dann nochmals bei mir.

Wir erreichten den von Helga Backhaus betreuten VP 3 (km 26,02) nach 3.24.50 h und nahmen rund 60 sec später, gerade als Eberhard Bergner und ein paar seiner Begleiter angestürmt kamen, vor dieser Meute „Reißaus“.

Der nachfolgende Wegabschnitt, der meist auf holprigen Betonspurplatten zu laufen war und mehrere Richtungswechsel aufwies, zog sich in der prallen Mittagssonne schier endlos dahin.

Hier sorgte allein der Anruf einer im Büro gelangweilten Hamburger Vereinskollegin bei Frank und mir für kurzweilige Abwechslung und Aufheiterung.

Nach 4.24.27 h Laufzeit erreichten wir endlich vor den Toren von Anklam VP 4 (km 32,98) mit Kerstin Biemann. Diesmal gönnten wir uns 2.26 min zum Auftanken der Flaschen, Nassmachen der Mützen und zum Trinken, ehe wir uns auf den weiteren Weg hinein nach Anklam machten.

Erstmals 1243 als „Tanclim“ urkundlich erwähnt, trat Anklam 1283 der Hanse bei. Nach rasanter Blütezeit als Hansestadt litt Anklam ab dem 30jährigen Krieg unter wechselnder schwedischer, polnischer, russischer und 1806 sogar französischer Besatzungszeit, wobei die Stadtgebiete südlich der Peene ab 1720 wieder preußisch wurden, die Stadtgebiete nördlich der Peene jedoch noch bis 1815 bei Schweden verblieben.

Berühmteste Söhne der Stadt sind übrigens der am 23. 5. 1848 geborene Flugpionier Otto von Lilienthal und sein am 9. 10. 1849 geborener jüngerer Bruder Gustav von Lilienthal, der sich als Baumeister und Sozialreformer einen Namen machte.

Wir passierten die Bahnlinie und folgten der B 109 ins Zentrum der Stadt, die mir noch trostloser und leerer erschien als im Vorjahr. Hinter dem Steintor, unmittelbar zu Beginn des Rathausplatzes, bogen wir nach rechts in die Peenstraße ab.

Über eine Brücke überquerten wir nun die Peene, betraten also nun „Südschweden“, wie manche Anklamer immer noch sagen. Wir passierten eine flügellose ehemalige Windmühle und verließen kurz danach die Stadt.

Die Strecke unterquerte eine Bahnlinie und schloss sich als Radweg der B 110 an, die bis zu ihrem Abbiegen in Richtung Nordosten (etwa 3 km nördlich des Zentrums) mehr oder weniger aus Baustelle bestand. Hier waren wir Läufer eindeutig schneller als die Autos mit ihrem ampelbedingten Stop and Go!

Vor Relzow zwang es mich ein zweites Mal während dieser Etappe in die Natur, wobei ich „Gas geben“ musste, um wieder zu Frank aufzuschließen. In Relzow erreichten wir wenig später VP 5, den Markus Theissen betreute. Eigentlich sollte dieser VP erst am Ortsende bei km 40,48 kommen, aber aus welchen Gründen auch immer war er mitten im Ort etwa bei km 39,7.

Wir trudelten mit 5.20.58 h auf der Uhr an und waren nach 1.33 min mit gefüllten Flaschen und Mägen wieder unterwegs, nicht zuletzt, da unsere Hinterleute um Lothar Preißler dichtauf folgten, und die wollten wir nicht unnötig aufkommen lassen.

Wenig später, etwa bei km 41, holten wir Bernd Kalinowski ein, dem wir erst einmal zu seinem Schrecken erklärten, dass wir auf der Flucht vor Hans Drexler (aka Schneggi) seien. Bernds Reaktion war erkennbare Panik und Kampf, bis wir ihm 2 km später bekannten, dass wir ihn nur hatten aufscheuchen wollen.

Frank und ich feixten weiter herum und sammelten dabei ein weiteres Opfer ein: Kurt Gormanns. Als wir den bei Libnow (inzwischen wieder an der B 110) ein- und überholten, humpelte und ging er gerade, was gleich zwei gemeine Fragen auswarf: Was is’n das für eine Sportart? Und: Was soll der Lappen am rechten Knie?

Kurt war jedenfalls keine Konkurrenz mehr, und bis zum Ziel sollte uns auch keine mehr begegnen.

Bei nachfolgenden Zusatz-VP bei Libnow mit Laura Stutzke kamen wir nach 6.03.57 h an, wobei ich bereits 27 sec später wieder unterwegs war, war doch die Trinkflasche noch ausreichend voll und brauchte ich nur zwei Becher Cola.

Wir kämpfen uns den Berg nach Pinnow hinauf und folgten nun weiter der Bundesstraße, wobei bei Johannishof dann VP 6 (km 48,26) mit Julia Stutzke auf uns wartete. Hier galt es, vor dem langen und schattenlosen Schlusssegment noch einmal die Trinkflaschen zu füllen und selbst auch genügend zu trinken, was bedeutete: Ankunft in 6.28.59 h, Weiterlaufen in 6.30.48 h, also nach 1.49 min.

Über die 1930/31 erstmals aufgebaute, 1945 gesprengte, 1955 wiedereröffnete und 1999/2000 grundsanierte Zecheriner Brücke, eine Klappbrücke, überquerten wir den Peenestrom und betraten damit die Insel Usedom.

Die Laufroute verließ nun die B 110 nach rechts (= gen Süden, hier hatte es im Vorjahr ein nettes Graffiti von Grit Seidel mit dem Text „hot – hotter – hottas“ gegeben), durchquerte als Allee die Ortschaften Zecherin, Kölpin und auf holperigem Pflaster auch Karnin, das vor allem durch die Reste der ehemaligen Eisenbahn-Hubbrücke bekannt ist. Kurz danach erreichten wir Mönchow mit einem netten Leuchtturm und einer schönen Dorfkirche.

Bei Kölpin legten wir noch einen letzten Tankstop bei VP 7 (km 54,39) ein, der für mich etwas abseits des VP auch ein dritter Ausflug in die Natur wurde. Dadurch dauerte dieser Aufenthalt von 7.18.53 h bis 7.21.47 h, also 2.54 min.

Ab Mönchow war der Straßenzustand wieder signifikant besser, konnten wir meist wieder auf angenehm glatten Asphalt laufen. Immer mehr näherten wir uns der 1125 erstmals belegten Stadt Usedom, unserem heutigen Etappenziel.

Diesmal mussten wir nicht durch die ganze Stadt bis zur Turnhalle laufen, sondern nur bis zum 1430 erbauten Anklamer Tor, einem erhaltenen Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Nach 8.12.30 h trafen wir dort endlich ein!

Zunächst einmal wollten wir nichts als ein Sitzplätzchen im Schatten und ein alkoholfreies Hefeweizen. Wir saßen einfach da und sahen unsere Hinterleute finishen, darunter Bernd Kalinowski, Klaus Neumann, Lothar Preißler und – dynamisch wie immer – „Powerschnecke“ Hans Drexler.

Rund 30 Minuten nach unserem Finish fuhren wir mit der Feuerwehr zur Schule neben der im Vorjahr genutzten Turnhalle. Diesmal mussten wir uns die alte Halle nicht antun, sondern durften die zahlreichen Schulräume mit ihren erstklassigen Toiletten und Waschgelegenheiten und zudem die heißen Duschen der benachbarten Feuerwache nutzen.

Irgendwann rasch nach dem Duschen begann sich mein Befinden erheblich zu verschlechtern: Zum einen hatte ich nun plötzlich Durchfall, zum anderen fror ich und fühlte ich mich schlapp und hundeelend.

So schleppte ich mich die knapp 1,5 km zurück zum Anklamer Tor mehr schlecht als recht und gönnte mir während der Tages-Siegerehrung einen unauffälligen Liegeplatz auf der Wiese.

Das wie erwartet super-gute und -reichliche Abendessen im Gasthaus Natzke fand weitestgehend ohne mich statt: Erst spät holte ich mir eine Viertelportion Nudeln und etwas Obstsalat und war froh, wenig später ein Auto zu finden, das mich wieder zurück zur Schule brachte.

Hier ging ich sofort „zu Bett“, d. h. auf Matratzenhorchdienst.

Allerdings musste ich alle 20 bis 30 Minuten immer wieder wegen reichlich wässrigem Durchfall aufs Klo, und auch das zusätzliche Darmgrummeln verhieß für den folgenden Tag und die Schlussetappe nichts Gutes.

Gegen 3.12 Uhr hakte ich innerlich meinen Start zur Schlussetappe als „nicht machbar“ ab. Immerhin schlief ich danach fast 3 ½ Stunden am Stück durch…

10.8.09 01:32
 
Letzte Einträge: FEM # 835 – Teichwiesen (# 1077) – Michael Schumacher Marathon am 15.01.2014 – Ergebnisbericht, FEM # 836 – Teichwiesen (# 1078) – Tom Crull Marathon am 18.01.2014 – Ergebnisbericht, Teichwiesen – Ausschreibung für Februar 2014, FEM # 837 – Teichwiesen (# 1079) – Friedrich Cl. Gerke Marathon am 22.01.14 – Ergebnisbericht, Link zur Übersicht und Online-Anmeldung aller 'Fun & Erlebnis Marathons', Teichwiesen – Ausschreibung für März 2014


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Frank Berka (10.8.09 11:38)
Christian vergaß in seiner Bescheidenheit zu erwähnen, dass er bei unserer Zusammenkunft deutlich frischer als ich wirkte und mich zunächst ein wenig durchgeschleppt hat. Dafür vielen Dank! Ebenso vielen Dank für die anschließende gemeinsame Streckenbewältigung, die mir, als der Diesel endlich wieder lief, sehr viel Spaß gemacht hat - von der Elefantenherde über den telefonischen Heimatreport und die Schneggenflucht bis hin zu den Schlusssektoren, in denen wir sehr viel "gearbeitet" haben, ehe wir uns unser verdientes Weizenbier (a-frei) gegönnt haben. Trotz der Hitze haben mit letztendlich die erste Etappe (mit Schneggi), die erste Hälfte der dritten Etappe (mit Christian, Peter und "Blumen-Bernd-blank") und eben diese vierte Etappe mit Christian am meisten Spaß gemacht.

Frank


Christian / Website (10.8.09 13:57)
Naja, ich denke, wir haben uns beide sehr gut "geschlagen" und einander über die Distanz gezogen und geschoben.
Ganz sicher waren wir gemeinsam deutlich zügiger, als es jeder von uns alleine gewesen wäre. Und vor allem hat es gemeinsam entschieden mehr Spaß gemacht!


Frank Berka (11.8.09 08:25)
Genau so isses!

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