Fun & Erlebnis Marathons - Teichwiesen Marathons
 



Fun & Erlebnis Marathons - Teichwiesen Marathons
  Startseite
    FEM - Lost Places Marathons
    FEM - Hamburg Special Marathons
    FEM - New Places Marathons
    Allgemeines
    Persönliches
    Anti-Doping
    Medien
    Teichwiesen Fotoalben
    Teichwiesen Ergebnisberichte
    Teichwiesen Ergebnisse
    Teichwiesen Previews
    Teichwiesen fremde Berichte
    Teichwiesen Ausschreibungen
    Teichwiesen-Friends On Tour
    Ergebnisse zu auswärtigen Events
    Berichte zu auswärtigen Events
    100 Marathon Club U K
    Medizin
    Videoclips
  Über...
  Archiv
  Abonnieren
 


 
Freunde
    praxis-hottas
   
    lost-places-marathons

   
    hottas

   
    teichwiesenfriends

   
    squiddy

    - mehr Freunde


Links
   Christian Hottas
   Arztpraxis Christian Hottas
   Wein-, Schnaps- & Bier-Marathons
   FEM - Übersichtsseite
   FEM - Brücken Marathons
   FEM - Hamburg Special Marathons
   FEM - Insel Marathons
   FEM - Lost Places Marathons
   FEM - New Places Marathons
   Teichwiesen-Friends On Tour
   Tines Turtle Team
   Christian Hottas / Fun & Erlebnis Marathons - die Homepage zu den Teichwiesen Marathons
   Christine Schroeder
   Claudia Erdmann
   Manfred Hopp ("HSV-Manne")
   Sabine Winkler


Webnews



https://myblog.de/teichwiesen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Baltic Run 2009 – Tag 5 – 06.08.2009 – von Usedom Stadt nach Karlshagen (59,61 km)

Tag 5 des Baltic Run 2009 – Donnerstag, der 06.08.2009 – schien ohne mich stattfinden zu müssen.

Jedenfalls fühlte ich mich beim Aufstehen um 5.40 Uhr ziemlich mau und bekam auch beim Frühstück nur ein kleines Joghurt und einen halben Becher Milchkaffee in mich hinein.

Nicht zu starten hätte aber bedeutet, den 2. Baltic Run nicht zu finishen, und das wollte ich zumindest nicht kampflos hinnehmen. Andererseits ist es bekanntlich kein Lauf wert, die Gesundheit zu riskieren…

Mein Kompromiss sah demnach so aus: Ich starte erst einmal und sehe, wie ich die ersten beiden Segmente überstehe. Schlimmstenfalls breche ich den Lauf ab und stoppe eines der nachfolgenden Team-Fahrzeuge oder bleibe beim nächsten VP. Dass ich zwangsläufig Zeit verlieren und Platzierungen einbüßen würde, war das kleinste Problem.

Der Start neben der Schule in Usedom Stadt verlief routiniert, und die Meute der langsameren 40 Baltic Runner befand sich auf der letzten Tagesetappe!

Sehr rasch befand ich mich am Ende des Feldes, wobei Norbert Möhr und Matthias Muhs etwa gleichauf liefen, Steffen Fennig dicht hinter mir und dahinter nur noch Hans Drexler und Ingmar Herrmann folgten.

„Schneggi“ startete dann irgendwann durch und entschwand nach vorn.

Die ersten 10-15 km durch das Usedomer Hinterland waren wunderschön, vor allem der heraufbrechende Morgen mit dem Licht- und Farbenspiel zwischen Bäumen, Wälder, Wiesen und Feldern.

Wir passierten Stolpe und erreichten bei Gumlin dann VP 1 (km 8,52). Hier zeigte die Uhr bei der Ankunft bereits 1.16.57 h an, beim Weiterlaufen 1.17.41 h. Immerhin: Ich fühlte mich nicht schlechter als beim Start!

Wir folgten der K 44 durch das 1386 erstmals beurkundete Örtchen Dargen, wo wir halbrechts in Richtung Bossin abbogen. Hier überholte uns die ziemlich kompakte Spitze der schnellen Startgruppe, die eine Stunde nach uns auf die Strecke geschickt worden war. Allen voran liefen Axel Rymarcewicz, Raymond Bublak und Michael Frenz, sehr weit vorne auch Ralf Simon und Eberhard Bergner.

Irgendwo zwischen Bossin und Neverow hockte ich gerade in den Büschen, als Schneggi wieder vorbei düste. Den hatte ich viel weiter vorn vermutet!

In Zirchow erreichten wir VP 2 (km 15,32). Laufzeit bei Ankunft 2.17.15 h, beim weiterlaufen 2.18.55 h. Noch immer ging es mir nicht schlechter als beim Start! Also weiter…

Noch immer hatte ich Sichtkontakt zu Norbert Möhr und Matthias Muhs, auch wenn die Abstände immer wieder variierten. Außerdem hatte Steffen Fennig zu uns dreien aufgeschlossen.

Christine, die mich anrief, als ich wenig später Garz durchquerte, schien sehr betroffen von meinen gesundheitlichen Problemen. Allerdings hatte sie aufgrund des fehlenden Berichtes vom Vortag bereits ein ungutes Gefühl gehabt.

Hinter Garz erreichten wir die ersten signifikanten Anstiege und Gefälle auf unserem Weg über den nördlichen Inselrücken Usedoms. Matthias Muhs war wie Schneggi enteilt. Norbert Möhr konnte ich noch leidlich folgen, und auf dem Gefällestück hinab nach Korswandt konnte ich auch Steffen Fennig wieder hinter mir lassen.

Als ich VP 3 (km 22,79) in Korswandt nach 3.22.39 h erreichte, düste Schneggi gerade von dannen. Matthias war bereits außer Sicht, allein Norbert war noch in Sicht- und Reichweite. Auch Julia Stutzke, die diesen VP mit besetzte, schien besorgt, als sie meinen Zustand sah, konnte mir aber ja auch nicht helfen. Nach 1.12 min war ich wieder unterwegs.

Nun folgte ein rund 1,5 km langer steiler Anstieg auf unbefestigten Wegen (auf dem auch Norbert uneinholbar entschwand) und ein ebenso langer bis zu 8% steiler Gefälleteil auf befestigten Wegen hinab ins Seebad Ahlbeck. Hier erwartete uns an der Hauptstraße hinter dem Bahnübergang (km 25,26) ein zusätzlicher Verpflegungspunkt mit Eva Dippold, an dem ich mich jedoch nicht weiter aufhielt.

Hier wich unser Kurs vom offiziellen Radfernwanderweg ab: Wir verzichteten nämlich auf die Schleife in Richtung polnische Grenze, sondern wandten uns direkt der Strandpromenade zu.

Ab hier gab es erst einmal über fast sechs Kilometer keine Streckenmarkierungspfeile, hatten sich doch im Vorjahr einige der Kaiserbäder über unsere kleinen roten Aufkleber mit den schwarzen Pfeilen mokiert und sie wieder entfernt haben wollen!

Dieser Abschnitt von Ahlbeck über Heringsdorf nach Bansin war zwar einerseits schön, was die wunderbare alte Bausubstanz und die Strände anging, andererseits verlief jedoch die Laufstrecke nahezu vollständig in der prallen Sonne und war zudem ziemlich überfüllt.

Und die wenigsten Fußgänger schauten vorher, wohin sie gingen. Sie kamen einfach von der Seite herangeschossen, träumten in Gegenrichtung kommend vor sich hin oder wechselten, wenn man sie überholen wollte, unvorhersehbar den Kurs. Hinzu kamen Massen an Fahrradfahrern, die auch nicht unbedingt besser auszurechnen waren.

Jedenfalls war ich ganz froh, als ich in Bansin endlich VP 4 (km 31,39) und damit das Ende der Promenade erreicht hatte. Die Zwischenzeit von 4.48.38 h bei Ankunft bzw. 4.49.55 h beim Weiterlaufen erlaubte auch eine erste Hochrechnung auf eine Tageszielzeit von etwa 9.45-9.50 Stunden.

Vom VP 4 aus wandte sich die Strecke ab vom Ostseestrand: Nach einem kleinen, aber steilen Anstieg verlief die Straße zunächst noch innerorts parallel zur Wasserlinie und bog dann am Ortsende in ein rund 3 ½ km langes Waldstück, das zwar einerseits sehr angenehmen Schatten spendete, dafür aber auch knackige Anstiege und Gefälle mit bis zu 16 % bot, wobei auch der „Langer Berg“, mit 55 m der höchste Gipfel weit und breit, überlaufen wurde.

Hinter dem Waldabschnitt folgte der Campingplatz Ückeritz, der mit 4,7 km Länge der längste Campingplatz Europas ist, wie RD Jörg Stutzke am Morgen vor dem Start verkündet hatte.

Rund 300-500 m vor dem Eingang (in unserer Laufrichtung: vor dem Ende) des Campingplatzes traf ich in 6.07.17 h endlich auf VP 5 (km 38,47) mit Kerstin Biemann und Markus Theissen postiert. Einstein indessen war weder zu sehen noch zu hören. Allerdings muss er sich bei meinen Vorläufern erheblich und lautstark in Szene gesetzt haben, was zu vehementen Protesten der Campingnachbarn geführt hatte.

Markus nötigte mir erst einmal einen Sitzplatz auf, und während er meine Trinkflasche mit kalter Cola auffüllte, trank ich in Ruhe vier Becher von Kerstins legendärer Bouillon, ehe ich nach 2.37 min wieder aufbrach.

Hinter Ückeritz folgte ein weiterer steiler (Treppen-)Anstieg. Danach ging es wellig, aber tendenziell mehr bergab weiter zum sagenumwobenen Kölpinsee und dem gleichnamigen Ort sowie weiter über den 60 m hohen Streckelsberg nach Kosserow.

Diese Auf-und-Ab-Segmente bekamen mir noch am besten: Bergauf ging ich eh, und bergab und auf den kurzen Flachstücken konnte ich leicht laufen.

Kurz vor dem Streckelsberg entdeckte ich zwei Gestalten vor mir, die durchaus Baltic Runner sein konnten…

Da traf es sich gut, dass kurz vor Streckelsberg VP 6 (km 44,50) lag. Als ich nach 7.09.13 h dort eintraf, erschien das VP-Team mit Helga Backhaus fast ein wenig überrumpelt. Anscheinend hatten sie gerade niemanden erwartet. Trotzdem stand alles parat, und so war ich nur 44 sec später aufgetankt wieder unterwegs, wobei mir Helga bestätigt hatte, dass zwei andere Teilnehmer dicht vor mir seien.

Ich sah sie immer wieder auf den langen geraden Passagen vor mir und näherte mich ihnen zusehends, obwohl ich immer wieder Abschnitte ging.

Hinter Kosserow folgte nun der Möwenweg, ein gut 2 ½ km langer gepflasterter Deichweg, der u. a. auch an Lüttenort, dem „Atelier-Wohnanwesen“ des am 11. 5. 1896 in Kiel geborenen und seit 1932 an diesem Ort auf Usedom ansässigen angesehenen DDR-Künstler Otto Niemeyer-Holstein, vorbei nach Zempin führte.

Noch kurz vor Lüttenort gab es übrigens einen zweiten Sonder-VP, der wie der erste morgens kurz vor Ahlbeck von Eva Dippold mitbetreut wurde. Eva kam mir sogar, als sie mich sah, mit einem Becher Wasser ein gutes Stück Weg entgegen, was ich als sehr nette Geste empfand.

Übrigens muss Horst Preisler in diesem Wegabschnitt – wie ich später erfuhr – einen unschönen Unfall mit einem Fahrradfahrer gehabt haben: Der hatte wohl einfach nur geklingelt und war dann getreu dem Motto „Der Läufer muss und wird schon zur Seite hüpfen!“ voll auf Kollisionskurs mit Horst geblieben. Was auch prompt zur Kollision führte. Die brachte Horst eine Schramme am Unterarm ein, während der Radfahrer stürzte und sich wohl mehr verletzte. Woraufhin der wohl herumtobte und dem „ignoranten“ Läufer die Schuld für den Unfall unterjubeln wollte.

Man stelle sich mal vor, ein Autofahrer hupe einen Radfahrer an und führe den dann, selbst wenn das Auto Vorfahrt hätte, gnadenlos um! Dann würde sich der Autofahrer, selbst wenn er ggfs. seine tatsächlich vorhandene Vorfahrt erzwungen hätte, nicht aus der vollen Schuld herauswinden können…

Am Ende des Möwenweges überholte ich Michael Beckmann, während Matthias Muhs (mit dem ich ja morgens auf den ersten 2 ½ Segmenten immer wieder zusammen unterwegs gewesen war) zunächst noch „flüchtete“. Doch noch in Zempin hatte ich auch ihn eingeholt.

Ohne Diskussion waren wir uns ziemlich sofort einig, den Rest der Tagesdistanz gemeinsam abzuarbeiten: Keiner von uns machte Anstalten, den anderen noch abhängen zu wollen.

Wir passierten Zinnowitz, unser letztes großes Seebad vor dem Ziel, und erreichten dort nach 8.32.18 h VP 7 (km 51,68). Das Trinken und Auffüllen der Flaschen nahm nur 1.38 min in Anspruch, und schon waren wir wieder unterwegs. Zumindest hier vor Publikum liefen wir nochmals möglichst entspannt. Man will sich schließlich nicht unnötig blamieren!

Hinter Zinnowitz gab es fast nur noch unbefestigte, teils sogar locker-sandige Waldwege. Also kein wirklicher Anreiz, zum guten Schluss unnötig Tempo bolzen zu wollen. Außerdem war ich mir längst sicher, dass wir beide gut „sub 10 h“ bleiben würden.

Irgendwann kam dann auch das Schild „noch 2 km“, dann der Campingplatz, und nach 9.51.23 h hatten Matthias und ich das Ziel in Karlshagen erreicht!

Während ich noch mein Erdinger Alkoholfrei trank und auf Michael Beckmanns Eintreffen nach 9.59.50 h wartete, ging Matthias schon mal zur etwa 1,4 km entfernten Turnhalle. Ich folgte ihm wenig später.

Die Duschen waren herrlich warm und angenehm!

Anschließend gönnte ich mir noch ein kurzes Nickerchen, ehe es zur Siegerehrung in einer nahegelegenen Senioren-Tagesstätte ging.

Hier machten wir u. a. auch ein Gruppenbild aller 18 teilnehmenden 100MC-Mitglieder (zuzüglich einer nicht involvierten weiteren Läuferin, die gerade eingetroffen war, um ihren mitgelaufenen Mann abzuholen).

Als ich beim Gruppenbild im Scherz anregen wollte, dass wir mit 3-4 Männern doch Angela Gargano vor uns auf Händen tragen könnten, hatte ich sie plötzlich allein im Arm! Und dies, bis endlich alle Fotografen ihre Bilder im Kasten hatten. Michele hatte wohl den größten Spaß und kündigte an, eines der Fotos gleich bei podisti.net, der italienischen Laufseite, aufspielen zu wollen.

Die Siegerehrung war wie immer beim Baltic Run stimmungsvoll und sehr persönlich. Irgendwie hatten die 5 ½ gemeinsamen Tage uns wieder einmal zu einer großen Familie werden lassen!

Dessenungeachtet war mein „Verfallsdatum“ an diesem Abend früh erreicht, d. h. ich verzog mich krankheitsbedingt wenig später in die Turnhalle und bezog mein Nachtlager...

10.8.09 03:11
 
Letzte Einträge: FEM # 835 – Teichwiesen (# 1077) – Michael Schumacher Marathon am 15.01.2014 – Ergebnisbericht, FEM # 836 – Teichwiesen (# 1078) – Tom Crull Marathon am 18.01.2014 – Ergebnisbericht, Teichwiesen – Ausschreibung für Februar 2014, FEM # 837 – Teichwiesen (# 1079) – Friedrich Cl. Gerke Marathon am 22.01.14 – Ergebnisbericht, Link zur Übersicht und Online-Anmeldung aller 'Fun & Erlebnis Marathons', Teichwiesen – Ausschreibung für März 2014


Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Frank Berka (10.8.09 11:42)
03:11 Uhr!? Ok, dann sei dir die Pause gegönnt. Ich verrate den Lesern sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass ich Christian später bei der Läuferehrung getroffen habe. Wie es weiter ging und er ins Ziel kam, dass müsst ihr nun mit Spannung abwarten:

Wie kam Christian über die Berge und durch den Campingplatz? Nahm der endlose Deich ein gutes Ende? Sind die letzten Kilometer versandet? Mehr demnächst hier!

Frank


Frank Berka (11.8.09 08:32)
Well done!

Ich finde übrigens, das Publikum in Zinnowitz war viel angenehmer als das zwischen Ahlbeck und Bansin. Ob das an der Nähe zum Zielort Karlshagen lag und sich der Batic Run hier etwas mehr herumgesprochen hat? Jedenfalls gab es hier viel Aufmunterung "bald geschafft" und Respekt.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung